- 08.02.2012 | 20.00 Wochen Gottesdienst
- 06.02.2012 | 20.00 Frauenchorprobe
| Beiträge - Persönliches |
Am Abend des Karfreitags erhalte ich Besuch aus meiner Heimat. Es sind Verwandte welche ich schon sehr lange nicht mehr gesehen habe. Meine Cousine mit ihrem Mann und deren Tochter haben sich angemeldet. Zu meiner grossen Freude...
begleitet sie auch die Schwester meiner geliebten Grossmutter. Sie fehlt mir sehr, seit sie vor einigen Jahren heimgegangen ist.
Alle werden sie einige Tage bei mir auf Besuch sein. Daria, sie ist erst etwas über 3 ½ Jahre alt, ist ein kleiner Sonnenschein und hängt Tag und Nacht an mir.
Selbstverständlich erzähle ich gleich allen, dass am Oster-Sonntag unser Apostel in die Gemeinde kommen wird und ich dann die heilige Versiegelung hinnehmen darf und dass ich mich sehr auf jenen Tag freue.
Die Schwester meiner verstorbenen Grossmutter lebt noch sehr streng nach dem Rumänisch-Orthodoxischen Glaubensverständnis und kann sich trotz meiner Einladung nicht dazu überwinden mich in den Gottesdienst zu begleiten. Ich war schon etwas traurig darüber, respektiere aber ihren Glauben.
Ihr Priester hätte ihr verboten Ihren Glauben zu wechseln; ja sie darf an Ostern nicht einmal Fleisch essen, bis dass ein Priester ihr das Abendmahl gereicht hat.
Schon lange warte ich, bis ein lebender Apostel mich versiegeln und mit dem Heiligen Geist taufen wird. Ich bin sehr ungeduldig und kann es kaum erwarten, auch im Wissen: Der Apostel kommt extra für mich.
Obwohl ich sehr müde war, denn ich wollte ja meine Gäste nach allen Regeln der Kunst verwöhnen, so dass sie sich bei mir wohlfühlen, bereitete ich mich vor auf diesen grossen Tag. Ich betete, dass ich früh genug aufwachen werde und ich mich dann im Heiligen Gottesdienst auch an das Textwort und die Predigt erinnern kann. Denn die Worte Gottes welche ich jeweils im Gottesdienst höre, sind sehr wichtig für mich und meine Zukunft.
Dann ist es soweit. Der Gottesdienst beginnt und der Apostel dient mit dem Wort aus Römer 6, 4. Ich fühle mich wie ein Kind. Ich bin nervös und sehr neugierig. Und dann endlich ruft mich der Apostel auf nach vorne zu kommen.
Neben mir steht noch ein Elternpaar mit ihrem Kind, das auch versiegelt werden soll. Die Mutter hält ihr Baby so schön in den Armen, so dass es den Apostel sehen kann. Nun befinden sich zwei Seelen vor dem Apostel. Die Eine welche selber auf ihren Beinen stehen kann und die Andere welche in den Armen der Mutter vor den Altar getragen werden muss. Das Kindlein ist ganz ruhig und schaut den Apostel jedesmal an wenn er spricht, als würde es genau verstehen was er sagt. Mir ist, als sähe ich ein Lächeln in seinem Gesicht das sagt, wie es sich über das was jetzt passiert, freut. Auch ich bin voller Freude. Ich bringe aber kein Lächeln in mein Gesicht, denn vor Ergriffenheit ob dem grossen Geschehen an meiner Seele, weine ich innerlich.
Nun legt der Apostel seine Hand auf mein Haupt und ich empfinde wie seine Hand auf meiner Stirn zittert und ein Beben auslöst welches durch meinen ganzen Körper direkt in mein Herz zieht. Die Worte die der Apostel dann sprach werde ich nie vergessen. Er sagte: „Dein Name ist jetzt im Himmel angeschrieben“. Diese Zusage wird mich durch mein ganzes Leben begleiten.
Am Ende durften wir uns alle zur Gemeinde hin umdrehen, damit uns alle sehen konnten. Ich sehe lauter wunderbare Seelen die sich freuen, mich begrüssen und mich herzlich willkommen heissen. Dieses schöne Gefühl erweckt in mir den Eindruck, dass es so ungefähr im Himmel aussehen muss.
Es war ein gewaltiges Erleben für mich. Die Eltern des kleinen Mädchens, das mit mir versiegelt wurde, werden ihr bestimmt auch einmal über diesen grossen Tag erzählen an dem wir beide Gotteskinder werden durften.
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