- 08.02.2012 | 20.00 Wochen Gottesdienst
- 06.02.2012 | 20.00 Frauenchorprobe
| Beiträge - Moment Mal! |
Toleranz
Alle kennen wir diesen Begriff mit welchem die meisten von uns schon im Kindesalter spätesten während des Älterwerdens konfrontiert wurden. Haben wir ihn auch begriffen?
Was verstehen wir dann unter Toleranz:
Ist es zu allem Ja und Amen zu sagen?
Ist es zu allem, ohne jeglichen Einwand, unsere Zustimmung zu geben?
Ist es uneingeschränktes Erdulden?
Für sich alleine betrachtet könnte man Toleranz so umschreiben, was jedoch nicht im Sinne des Erfinders währe.
Gemäss Recherchen im WWW (hatte leider keinen Brockhaus zuhause), ist Toleranz gleichzusetzen mit Duldsamkeit. Ich dulde eine andere Religion, eine andere Meinung, eine für mich vielleicht nicht verständliche sexuelle Neigung und so weiter. Es sagt aber nichts darüber aus, ob wir persönlich, diesem oder jenem, unsere Zustimmung geben können oder auch so handeln würden.
Toleranz wird erst im Zusammenspiel anderer Tugenden etwas Besonderes. Gehört nicht auch Weisheit, Liebe, Verständnis, Empathie und vieles mehr dazu damit wir mit wahrer Grösse dem „Andern“ begegnen können?
Spielten bei Jesus nicht auch mehrere Faktoren eine Rolle als er „Die Ehebrecherin“ vor der Steinigung bewahrte? War er nicht toleranter als andere in dieser Situation, dies jedoch war keine Einverständniserklärung für ihr Handeln. „Geh hin und sündige hinfort nicht mehr“ /1/.
Wer legt diese Grenzen der Toleranz fest? Darüber könnt Ihr euch gerne gemeinsam unterhalten. Ich bitte euch jedoch, immer Toleranz zu üben und dies gepaart mit anderen, oben genannten Tugenden. Über alles aber ziehet an die Liebe /2/.
Zum Schluss noch etwas zu Nachdenken und schmunzeln:
Morgen sind wir tolerant! Und finden selbst die größten Idioten interessant, wir reichen jedem Arsch die Hand und was uns stört in diesem Land, das wird ab morgen nicht mehr eine Schweinerei genannt.
Ab morgen sind wir positiv und nicht mehr so auf dem Quivive. Wir rücken nichts mehr grad, nein wir lassen alles schief! Na klar!? Fortan glauben wir an Lügen, weil sie in der Zeitung stehen, greifen nichts mehr mit Kritik an, was geht uns die Politik an?! Haben wir uns daran nicht schon oft genug die Finger dran verbrannt?! Das wird anders - morgen sind wir tolerant! /3/
/1/ Bibel: Johannes 8, 1-11
/2/ Bibel: Kolosser 3, 14
/3/ ROBERT LONG - Liederbuch : Tolerant–1981(Quivive = Der Ausdruck existiert im Deutschen umgangssprachlich noch in der Redewendung „Auf dem Quivive sein“, was so viel wie auf der Hut sein, aufpassen, aufmerksam sein oder auch besonders gut informiert sein bedeutet.)
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