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THEMA: WIE ICH DAS WERK GOTTES KENNEN LERNTE

WIE ICH DAS WERK GOTTES KENNEN LERNTE 1 Jahr, 10 Monate her #19

  • Lilian
  • ( Besucher )
Nach langer Irrfahrt und auf Umwegen lernte ich 1988 die Neuapostolische Kirche in Herisau kennen.
Mein damals zukünftiger Ehemann, den ich erst seit ein paar Monaten kannte war an manchen Abenden nicht erreichbar für mich. Zudem fiel mir auf, dass er immer gut angezogen das Haus verliess. Meine Eifersucht regte sich und ich stellte ihn eines Tages zur Rede. Dabei erfuhr ich, dass er regelmässig die Gottesdienste besuchte sowie die Chorproben. Eines Mittwoch Abends war es dann soweit. Ich habe diesen Tag noch gut in meiner Erinnerung. Nachdem mir der Verhaltenskodex genauestens beigebracht wurde, besuchten wir dann gemeinsam den Gottesdienst,.
Etwas unsicher aber voller Neugierde nahm ich in der Kirche in Herisau Platz. Den Gottesdienst eröffnete der damalige Vorsteher und Hirte E. Zeller mit folgenden Worten:
„Liebe Geschwister und liebe Gäste“. Ich erschrak ein bisschen, da ich damals noch nicht begriff was mit Gast eigentlich gemeint war. Ich bezog das darauf, als „ Fremde“ entlarvt zu sein. Ich erlebte diesen ersten Gottesdienst als durchaus nett und freundlich; begriffen hatte ich jedoch zunächst nichts. Einige Monate später erlebte ich dann den Besuch des Bezirksevangelisten F. Berger. Dieser Sonntagsgottesdienst war für mich Richtungsweisend. Von seinen überzeugenden Worten und seiner Begeisterung liess ich mich bald anstecken. Fortan verschlang ich jedes Wort das vom Altar kam, ich las die Bibel und fragte sehr viel nach um zu verstehen.
Eines Tages wollte ich dann ganz dazu gehören und bat um Aufnahme in die NAK, welche dann durch den damaligen Ältesten P. Meiler im Frühsommer 1989 vollzogen wurde. Dieser Freudentag wurde dann bald darauf gekrönt als ich dann durch Bezirksapostel Dessimoz die Heilige Versiegelung erleben durfte.
Bald sang ich im Kirchenchor mit, den ich 19 Jahre später aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen musste. Ich half auch beim fertigen des Altarschmuckes sowie im Kirchengarten mit.
Oktober 1992 wurde ich kirchlich getraut. Wie konnte es auch anders sein, Bezirksevangelist Berger hielt diese Trauung und schenkte mir dazu folgendes Wort aus Habakuk 2.20
„Aber der Herr ist in seinem Tempel. Es sei vor ihm still alle Welt“
Diese Zeilen begleiteten mich oftmals durch verschiedene Situationen. Ich arbeite gerne für unsere Gemeinde, besuche Geschwister in den Spitälern, im Pflegeheim oder zu Hause. Umgekehrter Weise pflegten die Geschwister auch herzlichen Kontakt zu mir.
In dieser Gemeinschaft der Herisauer Neuapostolischen Geschwister fühle ich mich nach wie vor zu Hause und kann es mir nicht mehr vorstellen ohne diesen Glauben zu leben.

***DIE NAK IST EIN TEIL VON MIR GEWORDEN UND ICH EIN TEIL DER NAK***

Lilian Ebneter
Letzte Änderung: 1 Jahr, 10 Monate her von Hartmann Heidi.

Aw: *** WIE ICH DAS WERK GOTTES KENNEN LERNTE*** 1 Jahr, 10 Monate her #20

  • Honigbiene
  • ( Besucher )
Hallo Lilian
Mir ging es anders, ich wurde in eine Nak-Familie hineingeboren. Es ging eigentlich immer alles gut, ich hatte nie grosse Probleme mit dem Glauben. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war es nicht einfach nur Gewohnheit? Ich wurde so erzogen, man ging jeden Sonntag, morgens, abends und am Mitwochabend in den Gottesdienst. Mein Vater sang im Chor, also konnte ich es kaum erwarten konfirmiert zu werden, damit ich endlich auch im Chor mitsingen durfte. Mein Glaubensleben "plätscherte" in gewohnten Bahnen einfach nur so dahin. Keine schweren Glaubenskämpfe, also wie schon gefragt: Gewohnheit?
Manchmal denke ich, ob jemand der sich selber entschieden hat diesen Glaubensweg zu gehen, es vielleicht etwas einfacher hat als ich, wirklich zu glauben. So jemand weiss doch, warum sie/er den Glauben gewechselt hat.
Sicher, ich habe mich bei der Konfirmation auch selber für diesen Glauben entschieden, aber ich kannte ja nichts Anderes. Und ist man mit 15 wirklich alt genug um so eine Entscheidung treffen zu können? Macht man dies nicht einfach, weil es alle so machen, weil es eben Tradition ist?
Das sind so Gedanken die mir durch den Kopf gingen, als ich Deinen Beitrag gelesen habe.
Es wäre toll zu erfahren wie Andere, solche die wie Du im Erwachsenenalter selber zur Nak gekommen sind und solche die wie ich hineingeboren wurden, darüber denken
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Moderatoren: Hartmann Heidi
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